Kursangebot Seminare + Trainings
Jede:r Teilnehmer:in belegt ein Seminar und ein Training (Ausnahme ist die Seminar-Training-Kombination)
Für die Einwahl in die Kurse erhalten alle Teilnehmenden nach erfolgreicher Anmeldung eine E-Mail.
Seminare
(Freitag, Samstag und Sonntag von 11.15 bis 12.45 Uhr)
S01 Ökonomische Denkschulen von Jean-Babtiste Colbert bis Peter Thiel
Karoline Kopp
Wie wir uns Ökonomie vorstellen, bestimmt maßgeblich mit, wie wir im Wirtschaftsleben handeln. Doch welches Bild haben wir eigentlich und wo kommt es her? Wir erschließen uns verschiedene Denkschulen und die ihnen eigenen Annahmen und Menschenbilder und analysieren, wie sich Ökonomie in den zurückliegenden Jahrhunderten zu dem entwickelt hat, was sie heute ist.
S02 Immanuel Kant und die „Kritik der Urteilskraft“
Béla Sammet
Der Philosoph Immanuel Kant (1724 – 1804) nannte sein drittes Hauptwerk die „Kritik der Urteilskraft“. Doch was ist damit genau gemeint? Um diese Frage beantworten zu können, werfen wir einen Blick in die Gesamtsystematik der Philosophie von Immanuel Kant und beschäftigen uns mit wichtigen Begriffen wie etwa „Vernunft“, „Sinneswelt“, „Verstandeswelt“ oder „Ding an sich“. Dafür werden wir gemeinsam Textauszüge lesen und diese diskutieren.
► Voraussetzungen: Für das Seminar wäre es schön, wenn Sie sich schon einmal ein bisschen mit den Gedanken und Werken Immanuel Kants im Voraus beschäftigen würden. Um einen ersten Einblick in die Gedankenwelt von Immanuel Kant zu erhalten, empfehle ich die Sendung „300 Jahre Kant – Ist Aufklärung heute wichtiger denn je?“ von Sternstunde Philosophie. Detaillierte Kenntnisse der Philosophie Kants sind jedoch keine Voraussetzung für das Seminar.
S03 Jugend ohne Gott: Wahrheit und Lüge in Politik und Theater
Alexander Olbrich
Wie kann man in einem autoritären System sich selbst treu bleiben und das Richtige tun?
Geht das überhaupt? Ist es nicht für das eigene Leben viel zu gefährlich?
Diese Fragen muss sich der Lehrer in Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ aus dem Jahr 1937 stellen, nachdem er die rassistische Bemerkung eines Schülers kritisiert und damit zum Außenseiter wird. Wie erhält man in einer Situation, wo alle verrückt spielen, seine Urteilskraft?
Anhand des Romans und kurzen philosophischen Texten rund um den Themenkomplex „Wahrheit und Lüge“ diskutieren wir diese Fragen gemeinsam. Wir erfahren, inwiefern „Bullshit“ ein philosophischer Fachbegriff ist und welches allgegenwärtige Phänomen zwischen Wahrheit und Lüge er bezeichnet. Das Seminar bereitet uns außerdem tiefergehend auf den Theaterbesuch am Samstagabend vor und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen.
► Voraussetzungen: Es sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Die Lektüre des Romans „Jugend ohne Gott“ ist sicherlich hilfreich, aber nicht erforderlich.
S04 Wie können wir eine Urteilskraft gegenüber KI entwickeln?
Robert Neumann
Im Kurs wird es darum gehen, herauszuarbeiten, wie Maschinen „lernen“ und wie ein neuronales Netz trainiert wird. Benutzt wird die Methode von Computerscience unplugged, bzw. AI unplugged. Das heißt, wir werden die Funktionalitäten überwiegend unplugged, also nicht am Computer bearbeiten. Für den letzten Teil wäre Laptop/Tablet hilfreich, ist aber keine Voraussetzung.
► Voraussetzungen: Falls ein Laptop oder Tablet vorhanden ist, wäre das hilfreich, ist aber keine Teilnahmevoraussetzung.
S05 Joseph Beuys und der erweiterte Kunstbegriff
Elias Lepper
Obwohl Joseph Beuys heute oft für seine ausgestellten Werke (Zeichnungen, Objekte) in Museen bekannt ist, sah er selbst seine Ideen und Theorien als sein wichtigstes Kunstwerk an. Genau darauf konzentriert sich dieses Seminar. Anstatt „nur“ Objekte zu betrachten, beschäftigt sich der Kurs mit Beuys' „Erweitertem Kunstbegriff“ und seiner Überzeugung, dass Kunst die Gesellschaft verändern kann.
Die Schwerpunkte des Seminars:
- Der Ideenkosmos: Eine Einführung in Beuys' Denken, seine Performances (Aktionskunst) und seine politischen sowie bildungspolitischen Ansichten.
- Von Kant zu Beuys: Ein besonderer Fokus liegt auf der philosophischen Herleitung. Wir untersuchen, wie Beuys Immanuel Kants „Kritik der Urteilskraft“ radikalisiert: Der Schritt vom passiven, gemeinsamen Beurteilen von Kunst (Kant) hin zum aktiven, gemeinsamen Gestalten der Gesellschaft.
- Einflüsse & Wirkung: Wer hat Beuys sonst noch geprägt (z. B. Goethe, R. Steiner) und wie beeinflusst er Künstler heute?
- Soziale Plastik: Die Diskussion dieses zentralen Begriffs steht im Vordergrund. Es geht darum, wie der „Gemeinschaftssinn“ praktisch genutzt werden kann, um das soziale Miteinander zu formen.
Das Seminar blickt hinter die Kulissen der berühmten Museumsobjekte. Es untersucht die Philosophie – von Kants Ästhetik bis zur Anthroposophie – sowie die Aktionen und den politischen Anspruch von Joseph Beuys, um sein Konzept der „Sozialen Plastik“ in der Tiefe zu verstehen.
► Voraussetzungen: Sehr zu empfehlen als Vorbereitung sind die zahlreichen Videos über und mit Joseph Beuys auf Youtube.
S06 Die Kunst Bullshit zu erkennen. Eine Einführung in „Kritisches Denken“
Axel Ziemke
Die meisten Entscheidungen unseres Lebens treffen wir intuitiv, ohne langes Nachdenken. Das betrifft keineswegs nur Alltagsentscheidungen, sondern auch Entscheidungen, die unser künftiges Leben betreffen, ja sogar sehr viele Entscheidungen von Politikern, Wirtschaftsmanagern und sogar Wissenschaftlern. Dieses intuitive Denken ist vielen Lebenssituationen recht gut angepasst, „fühlt sich gut an“ und ist eine wesentliche Grundlage menschlicher Kreativität. Es ist aber auch ausgesprochen anfällig gegenüber Illusionen, Täuschungen und Manipulationen, gegenüber Fake News und Bullshit. Dieser Fragilität des intuitiven Denkens können wir nur durch unsere Urteilskraft entgegenwirken. Im englisch-amerikanischen Sprachraum sind Kurse zum Thema „Kritisches Denken“ fester Bestandteil vieler Studiengänge, die der Schulung dieser Urteilskraft dienen. In diesem Seminar wollen wir einen Einstieg in das „Kritische Denken“ wagen und uns vor allem mit einigen Argumentationsfehlern, „kognitiven Illusionen“ und „Verzerrungen“ auseinandersetzen. Wir werden dazu selbst kleine psychologische Experimente durchführen, die Ergebnisse anderer Experimente kennen lernen und exemplarisch die Diskussion zur Wirksamkeit von Homöopathie auf solche Fehler hin untersuchen.
S07 Perspektivwechsel
Rita Schumacher, Jessica Krause
Durch sprachliche Erfahrungen und Wahrnehmungs-Experimente wollen wir in diesem Seminar Perspektivwechsel erleben und auf diese Weise unser Urteilsvermögen auf die Probe stellen.
S08 Perspektivenvielfalt in den Medien - Urteilsbildung mit The Buzzard
Theresa Seiffert
Welche Bedeutung hat Meinungsvielfalt? Wie gestaltet sich Meinungsvielfalt in den Medien und wie wird diese repräsentiert? In diesem Seminar nähern wir uns der Perspektivenlandschaft im Journalismus, indem wir uns die Arbeitsweise der Onlineplattform The Buzzard anschauen. The Buzzard bietet täglich einen Überblick über die Themen in Politik und Gesellschaft mit den wichtigsten Medienstimmen aus dem gesamten politischen Spektrum. Wir werden Buzzard nutzen, um uns ein Verständnis davon zu verschaffen, wie wichtig verschiedene Perspektiven in der Nachrichtenwelt sind und um einen Eindruck zu bekommen, welche Arbeitsschritte hinter der Medienspiegel-Redaktion stehen.
► Voraussetzungen: Interesse an Journalismus
► Bitte mitbringen: Laptop mit Internetzugang, etwas zum Schreiben (entweder Laptop, ggf. Block und Stift)
Trainings
(Freitag und Samstag von 14.00 bis 15.30 Uhr, Sonntag von 13.45 bis 15.15 Uhr)
T01 Urteilskraft durch Selbstschulung
Karoline Kopp
Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Stufen des Urteilens und versuchen uns mit spielerischen Übungen der Rolle des eigenen Selbst in der Fähigkeit des Urteilens anzunähern.
T02 Schreibwerkstatt
Béla Sammet
Die Idee der literarischen Schreibwerkstatt ist es eine Plattform für das Verfassen und für den Austausch von kreativen Texten zu schaffen. Dafür dürfen bereits gestartete Schreibprojekte weiterverfolgt werden oder es können auch neue Schreibprojekte gestartet werden. Egal ob Gedicht, Essay, Aphorismus, Kurzgeschichte oder Romanentwurf – alle Formate und Ideen sind herzlich willkommen! Durch die Essays, die Sie für Ihre Bewerbungen für das Jugendsymposion verfasst haben, bringen Sie alle zudem bereits eine Textgrundlage mit, die weiterverwendet werden kann.
Achtung: Bitte schicken Sie mir im Voraus eine E-Mail an schreibwerkstatt.jusy@
posteo.de, in der Sie mir kurz erläutern, was und worüber Sie schreiben oder gerne schreiben würden. Sie können mir auch gerne Ihren Textentwurf oder ihren Bewerberessay zukommen lassen.
T03 Theater & Urteilskraft: Spielerisch (ver-)urteilen
Alexander Olbrich, Marlene Pawlak
Wir alle urteilen ununterbrochen. Und unser Gehirn trifft pro Tag ca. 35.000 Entscheidungen, denen bewusst oder unbewusst (Vor)Urteile zugrunde liegen. Doch wie kann unser Urteilsvermögen zu einer Kraft werden, die uns eher befreit statt einengt? Wie können wir Vorurteile erkennen?
Durch verschiedene Spiele und Übungen aus der Theaterpraxis wird uns unsere spontane, kreative Urteilskraft bewusst und zudem spielerisch trainiert. Anschließend steht das Lesen, Spielen und Inszenieren einiger Szenen aus dem Roman „Jugend ohne Gott“ im Mittelpunkt, um den Zusammenhang von Theater und Urteilskraft praktisch noch besser zu verstehen. Der Besuch des Seminars zum Roman ist nützlich, aber nicht erforderlich.
► Bitte mitbringen: Bequeme Kleidung
T04 Von der suchenden und aussagekräftigen Linie
Gudrun Hofrichter
Zeichenkurs. Mit Bleistift, Kohle, Fineliner und Kugelschreiber üben wir am Thema „Figur“ den treffenden Strich.
T05 Entscheidungen auf der Bühne: Urteilsfindung durch Forumtheater erleben
Susanna Rech-Bigot
Wie treffen wir Urteile – spontan, reflektiert oder beeinflusst? Das Forumtheater nach Augusto Boal bietet einen interaktiven Raum, um komplexe Entscheidungssituationen spielerisch zu erforschen. In diesem Training nähern wir uns (theater-)spielend einem Urteil: Zuschauer*innen werden zu „Zuschau-Spieler*innen“ und können eingreifen, Handlungen verändern und verschiedene Perspektiven einnehmen. So wird erlebbar, wie Urteile entstehen – und wie sie hinterfragt und verändert werden können.
T06 Bilder im Kopf – Wie Vorurteile Urteilskraft schwächen
Sara Hamm
Vorurteile sind schnell da.
Mit kleinen Übungen erleben wir, wie schnell und auf wie vielen Ebenen.
Möglichst ehrlich mit uns selbst beleuchten wir sie.
Wir überprüfen unser Hören und Sehen und nehmen auch den Zeichenstift in die Hand.
Was kann uns dabei unterstützen, uns häufiger den Raum zu nehmen, wirklich abzuwägen und unser Urteil zu erarbeiten, vielleicht auch mal ganz unabhängig von allen Urteilen um uns herum.
T07 Massage und Entspannung für und weg von Urteilen
Rosa Butzlaff, Marie Lehmann
Wie hängen Massage und Urteilskraft in Lebensentscheidungen zusammen? Wie kann körperliche Entspannung helfen, sich der Informationsflut zu entziehen und wieder Zugang zu einem
authentischen, verantwortungsbewussten Urteil zu finden? Wie kann ein Raum geschaffen werden, in dem bewusst keine Urteile gefällt werden müssen? Wie beurteilen wir unser eigenes
Körpergefühl? Auf diese Fragen und auf vieles mehr wollen wir in unserem interaktiven Training unter Anleitung der vier klassischen Massagetechniken und verschiedenen Improtheater Übungen
eingehen.
► Gerne eine Yogamatte/Handtuch mitbringen und gemütliche Klamotten!
T08 Natural Movement Fitness
Michael Volk
Natural Movement Fitness verfolgt den Ansatz, über die natürlichen, ursprünglichen Bewegungsformen des Menschen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit aufzubauen und zu erhalten. Es geht um Vielfalt, wenn wir uns am Boden zwischen den verschiedenen Sitzpositionen bewegen, um dann aufzustehen, zu rennen, zu klettern, Lasten zu heben, zu werfen, zu balancieren oder zu springen. Eins baut auf das andere auf, alles ergänzt sich, so dass sich das System auch dazu eignet, in einer speziellen Sportart besser und widerstandsfähiger zu werden. Das Training findet je nach Wetter drinnen und/oder draußen statt. Eine (Yoga-)Matte und bequeme Kleidung ist empfehlenswert, ebenso Schuhe für drinnen und draußen. Alle Fitnesslevel sind willkommen!
Wir werden nicht nur vielfältige Bewegungsmöglichkeiten ausprobieren und (wieder-)erlernen, sondern auch Gelegenheit haben, darüber nachzudenken, was sich denn bewegt, wenn wir uns bewegen. Der Körper, befehligt von der Kommandozentrale, dem „Ich“? Ich will, und die Maschinerie führt aus? Oder ist es vielmehr ein Ganzes, was gut kooperieren muss, damit eine Bewegung gelingt?
Begeben wir uns auf eine kleine Entdeckungsreise, die Ihnen erste Ideen zu einem erweiterten Konzept von „Fitness“ geben könnte ...
► Bitte mitbringen: Yogamatte, bequeme Kleidung, Schuhe für drinnen und draußen
Seminar-Trainings-Kombination
(Freitag und Samstag von 11.15 bis 12.45 Uhr und von 14.00 bis 15.30 Uhr,
Sonntag von 11.15 bis 12.45 Uhr und von 13.45 bis 15.15 Uhr)
ST01 Der Nahostkonflikt
Marcus Oberreuter
Wie soll man in nur sechs Doppelstunden einen ausgewogenen Blick auf den Nahostkonflikt werfen? Wir versuchen es!
Israel/Palästina. Seit 100 Jahren gibt es jedes Jahrzehnt einen Krieg. Alle zwanzig Jahre Euphorie, dazwischen alle zwanzig Jahre Hoffnungslosigkeit.
In einem raschen Ritt durch die Geschichte schauen wir auf die Region Palästina, die ab 1920 britisches Mandatsgebiet wurde und ab 1948 auch den Namen Israel erhielt. Dabei betrachten wir internationale geopolitische Interessen und historische Scheidewege wie den Oslo-Friedensprozess, nach dessen Scheitern die Ära Netanyahu begann, die seit 2023 in eine Katastrophe führte.
Ferner beleuchten wir die Gefühlslage in der Region: Gibt es noch Hoffnung in der Region? Wie leben die Menschen? Welche Hoffnungen und Ideen haben sie? Gibt es Heilung?
Zuletzt setzen wir die deutsche Brille auf: Welche Rolle spielt der Nahostkonflikt in Deutschland? Warum sind die Menschen in Deutschland besonders interessiert an diesem Konflikt und sehnen sich nach klaren moralischen Urteilen? Die Themen sind also auch israelbezogener Antisemitismus und die postnationalsozialistische Gesellschaft in Deutschland.
► Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs sind rudimentäre Grundkenntnisse größerer weltpolitischer Ereignisse: die Weltkriege, die Rolle des Suezkanals, die Bedeutung der Vereinten Nationen sowie passable Englischkenntnisse.
Dozierende
Rosa Butzlaff und Marie Lehmann
Wir studieren beide im 10. Semester Humanmedizin in Würzburg und Halle und promovieren im medizindidaktischen bzw psychosomatischen Bereich.
Rosa hat bereits von 2017 bis 2019 an insgesamt vier JuSys mit Begeisterung teilgenommen. Zu unseren Erfahrungen: Wir haben auf einigen Festivals (unter anderem „Zurück zu den Wurzeln“
2023 und „Fusion“ 2024 und 2025) Workshops zum Thema Achtsamkeit und Massage geleitet und freuen uns, beim diesjährigen Kasseler Jugendsymposion ein drittes Mal die Möglichkeit zu
bekommen, unsere Erfahrungen mit dem Thema „Urteil(s)kraft“ zu verknüpfen und die Leitung eines Trainings zu übernehmen. Da die Nachfrage letztes Mal so groß war und nicht alle Teilnehmenden
einen Platz in unserem angebotenen Training bekommen haben, möchten wir ein weiteres Mal zum Thema Massage einen Kurs anbieten, diesmal mit Bezug darauf, wie Massage und Entspannung mit Urteilskraft in Relation gesetzt werden können.
Sara Hamm
Lehrerin für Biologie und Kunst, lange pädagogische Leitung bei Freunden der Erziehungskunst, viel Seminarerfahrung für jede Gruppengröße und Ausbilderin von Seminarleitungen. Doch vor allem eine unglaublich neugierige und interessierte Forscherin.
Gudrun Hofrichter
Geboren am 28.5.59 in Berlin, freischaffende Malerin, verheiratet, drei Kinder.
Studium: Kunst, Musik, Kunsttherapie und Kunstpädagogik.
Vierjährige Forschungsarbeit über Farben in der Schweiz, Dozententätigkeit an zahlreichen Tagungen.
Mitbegründerin der KunstWerkstatt Kassel, Kurstätigkeiten, Seminare, Kunstunterricht, Lehrerfortbildung.
Projekte und Ausstellungen, Autorin "Farbe begegnen"
Karoline Kopp
ist Oberstufenlehrerin für Wirtschaft und Recht an der Freien Waldorfschule Landsberg und der Rudolf Steiner Schule Gröbenzell. Vor ihrer Ausbildung zur Waldorflehrerin im Jahr 2018 war die studierte Ökonomin als Wirtschaftsjournalistin tätig.
Jessica Krause
ist Oberstufenlehrerin für Mathematik, Geographie und Physik. Seit 2012 freie Mitarbeiterin und Dozentin in der Lehreraus- und Fortbildung unter anderem in Frankfurt am Main, Taiwan, Berlin und Kassel. Seit 2025 Dozentin für pädagogisch-didaktische Grundlagen und Mathematik am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel.
Elias Lepper
arbeitet als Dramaturg und Kulturmanager an der Schnittstelle von Theater, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs. Er war Dramaturg am Vorarlberger Landestheater und am Staatstheater Kassel, wo er unter anderem die Uraufführung Zonenrandgebiet, die deutschsprachige Erstaufführung Triage sowie die Musiktheaterproduktion Die Hamletmaschine betreute. Darüber hinaus wirkte er an der Schweizer Erstaufführung von Network am Konzert Theater Bern mit. Heute verantwortet er Konzeption und Veranstaltungsmanagement bei der documenta und Museum Fridericianum gGmbH und ist dem Theater weiterhin als Gastdramaturg am Vorarlberger Landestheater verbunden. Elias Lepper ist Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, hat einen Master in Theaterwissenschaft (Ruhr-Universität Bochum) und ein Zertifikat in Kultur- und Medienmanagement (HfMT Hamburg).
Robert Neumann
Professor für Medienpädagogik mit Schwerpunkt informatischer Bildung an der Freien Hochschule in Stuttgart.
Geboren in Berlin 1970, aufgewachsen in Darmstadt und Besuch der Freien Waldorfschule Darmstadt.
Er studierte Physik und Mathematik in Freiburg und arbeitete danach als Oberstufenlehrer an der Freien Waldorfschule Freiburg-Wiehre. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg, parallel zur Arbeit an seiner Dissertation in Erziehungswissenschaften. Von 2016 bis 2019 war er am Lehrerseminar in Kassel und der Freien Waldorfschule Kassel tätig.
Marcus Oberreuter
unterrichtet Geschichte, Geographie und Politik/Ethik an der Freien Waldorfschule Bremen-Osterholz. Daneben ist er immer wieder als freier Referent für Themen wie Transkulturalität, Antirassismus und Antisemitismus unterwegs.
Alexander Olbrich
ist 1988 in München geboren und dann in Oldenburg (Oldb) aufgewachsen. Er studierte zunächst Philosophie und Theaterwissenschaften in Wien und München, bevor er 2014 für das Regiestudium an die Folkwang Universität der Künste nach Essen kam. Im Anschluss daran realisierte er eigene Inszenierungen in Freien Theatern des Ruhrgebiets und begleitete dort auch mehrere künstlerische Projekte als Dramaturg und Produktionsleiter. Es folgten Gastengagements in Bad Hersfeld und Köln, bevor er zur Spielzeit 2019/20 fest ans Staatstheater Wiesbaden wechselte. Von 2021 bis 2024 war er Dramaturg am Rheinischen Landestheater Neuss. Seit der Spielzeit 2024/25 arbeitet er fest als Dramaturg am Staatstheater Kassel und gastierte zwischendurch am Theater Lübeck. Zudem ist er als Dozent an der Folkwang UdK tätig.
Marlene Pawlak
ist 1997 in Halle (Saale) geboren und hat Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik in Karlsruhe studiert. Dort war sie auch Gründungsmitglied und Vorsitzende des Jungen Kollektivs MusikTheater e.V., mit dem sie eine Reihe von eigenen Inszenierungen verwirklichte. Sie arbeitete außerdem als freie Regieassistentin an der Oper Halle und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Von der Spielzeit 2021/22 bis zur Spielzeit 2024/25 war sie als Musiktheaterpädagogin, Regieassistentin und Regisseurin am Staatstheater Kassel tätig. Dort zeichnete sie u.a. für die Inszenierungen von Emil und Detektive, DasReich der Freiheit, School of Rock und Le Nozze di Figaro verantwortlich. Aktuell geht sie den Schritt in die Freiberuflichkeit und bereitet die Inszenierung von Alice im Wunderland am Staatstheater Kassel vor.
Susanna Rech-Bigot
Seit über 15 Jahren bei den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners, im Bereich der internationalen Freiwilligendienste tätig, inzwischen als Vorständin. Begeisterte Seminarleitung, interkulturelle Trainerin, Sprachanimateurin, interessiert an Themen wie Leadership, Theater, assoziatives Wirtschaften und vielen anderen.
Béla Sammet
Seit 2019 ist der studierte Philosoph und Geschichtswissenschaftler Béla Sammet auf den Kasseler Jugendsymposien regelmäßig als Dozent tätig. Thematische Schwerpunkte seiner Seminare und Trainings bildeten und bilden dabei meist philosophische und politische Fragestellungen. Er ist 26 Jahre alt und lebt und arbeitet in Berlin.
Theresa Seiffert
Ich bin Theresa Seiffert (21) und habe selbst langjährige Jusy-Erfahrung als Teilnehmerin. Vor zwei Jahren habe ich mein Abitur an der Freien Waldorfschule Landsberg in der Nähe von München abgeschlossen und startete nun im vergangenen September mein Studium in “Artistic Practice and Society” am Internationalen Bard College in Berlin.
Meine Verbindung zum Journalismus hat sich im letzten Winter verfestigt, als ich ein dreimonatiges Praktikum in der Redaktion der Online-Plattform The Buzzard absolviert habe. Dieses gab mir die Möglichkeit eine neue Perspektive auf meine persönliche Urteilsbildung durch den Konsum von Medien zu gewinnen und half mein Verständnis für die Medienvielfalt auszubilden. Ich fühle mich dieses Mal besonders verbunden mit dem Thema des kommenden Jugendsymposions, da ich mein allererstes Essay für die Jusy-Bewerbung 2020 über Urteilsbildung verfasste. Ich kann es kaum erwarten, wieder in die vertraute Gemeinschaft nach Kassel zu kommen!
Rita Schumacher
ist Oberstufenlehrerin für Deutsch und Geschichte an der Waldorfschule Kassel. Seit 2005 freie Mitarbeiterin und Dozentin in der Lehreraus- und Fortbildung (national und international). Seit 2008 Dozentin für pädagogisch-didaktische Grundlagen und die Unterrichtsfächer Deutsch und Geschichte am Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel. Publikationen zur Geschichts- und Literaturdidaktik.
Michael Volk
ist Lehrer für Deutsch und PoWi (Politik und Wirtschaft) an der Freien Waldorfschule Kassel. Er war lange Jahre als Dramaturg am Schauspiel tätig und unterrichtet nebenbei seit einigen Jahren Natural Movement Fitness (MovNat).
Axel Ziemke
geboren 1960 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), Studium der Biochemie und Promotion in Philosophie, Tätigkeit im Graduiertenkolleg „Kognition, Gehirn, Neuronale Netze“ der Ruhr-Uni Bochum. Jetzt Oberstufenlehrer für Biologie, Chemie, Philosophie und Schauspiel an der Waldorfschule Remscheid. Daneben Arbeit als freier Autor und Gastdozent an der Heliopolis-Universität für nachhaltige Entwicklung Kairo. Interessenschwerpunkte Evolutionsbiologie, Hirnforschung, Analytische Philosophie, Politische Philosophie.